{"id":839,"date":"2020-03-21T17:33:29","date_gmt":"2020-03-21T15:33:29","guid":{"rendered":"http:\/\/rainerklement.com\/?p=839"},"modified":"2021-06-25T17:36:05","modified_gmt":"2021-06-25T15:36:05","slug":"wissenschaft-evidenz-und-die-aktuelle-wodarg-denunziation","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/rainerklement.com\/en\/archive\/839","title":{"rendered":"Wissenschaft, Evidenz und die aktuelle Wodarg-Denunziation"},"content":{"rendered":"<p>(<a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/die-mega-denunziation\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Dieser Artikel ist in leicht ver\u00e4nderter Form auch auf Rubikon erschienen (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Dieser Artikel ist in leicht ver\u00e4nderter Form auch auf Rubikon erschienen<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Der aktuelle Ausnahmezustand basiert auf der\nPr\u00e4misse, dass der COVID-19 Erreger extrem virulent, das hei\u00dft sehr ansteckend\nund t\u00f6dlich, ist. Der Epidemiologe Dr. Wolfgang Wodarg war von Beginn der\nCOVID-19 Krise an einer der wenigen, die diese vom Mainstream unkritisch f\u00fcr\nwahr befundene Pr\u00e4misse hinterfragt haben. Ihm zufolge ist an der derzeitigen\nErkrankungswelle und Mortalit\u00e4tsrate nichts Au\u00dfergew\u00f6hnliches. Dies belegt er\nauch mit Daten und Verweisen auf externe Quellen, wie man auf seiner Homepage nachlesen\nkann. Dennoch wird Wodarg aktuell zunehmend f\u00fcr seine Aussagen kritisiert. In\neinem Artikel \u201eCoronavirus: Warum die Aussagen von Wolfgang Wodarg wenig mit\nWissenschaft zu tun haben\u201c warfen die beiden Journalisten Frederik Richter und\nBianca Hoffmann Dr. Wodarg Unwissenschaftlichkeit vor und behaupten, er\nvermische Fakten mit Spekulationen [1]. In die gleiche Kerbe schl\u00e4gt die\nTagesschau mit ihrem Artikel \u201eAlles nur Panikmache?\u201c [2] oder der Spiegel&nbsp; [3]. Hier m\u00f6chte ich als kurz auf einige\nArgumente gegen Wodarg eingehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mutation und Virulenz <\/h2>\n\n\n\n<p>Richter und Hoffmann schreiben: \u201eWodarg\nargumentiert, dass es ein normaler Vorgang sei, dass sich Viren ver\u00e4ndern, um\nsich verbreiten zu k\u00f6nnen. Allerdings l\u00e4sst er die Problematik des aktuellen\nSARS-CoV-2-Ausbruch unter den Tisch fallen: F\u00fcr dieses Virus gibt es bisher\nweder einen Impfstoff noch eine Immunit\u00e4t in der Bev\u00f6lkerung. L\u00e4sst man der\nPandemie also ihren Lauf, ist das Gesundheitssystem schnell \u00fcberlastet\u201c [1].<\/p>\n\n\n\n<p>Richter und Hofmann scheinen hier einen kausalen\nZusammenhang zwischen Mutationen und Ansteckungsgefahr zu ziehen. Allerdings\nsind Mutationen bei Viren, auch wenn ihnen der Laie vielleicht etwas\nMachtvolles oder Unberechenbares zuschreibt, v\u00f6llig normal und spielen in deren\nund unserer Entwicklung eine wichtige Rolle. Es gibt keinen Grund zu der a\npriori Annahme, dass Mutationen per se einen Virus virulenter machen; das gilt\nauch f\u00fcr Mutationen, die es einem Virus wie SARS-CoV-2 erlauben, vom Tier auf\nden Menschen \u00fcbertragen zu werden [4]. Das gibt auch die Tagesschau zu,\nschreibt dann aber: \u201eAllerdings deuten die ersten Erfahrungen mit dem neuen\nVirus darauf hin, dass Infektionen h\u00e4ufiger schwer oder sogar t\u00f6dlich verlaufen\nals beispielsweise bei Grippeviren\u201c [2].&nbsp;\nSchauen wir uns die bisherigen Erfahrungen mit dem neuen Virus in\nItalien und Deutschland mal an.<\/p>\n\n\n\n<p>Das italienische Institute Superiore di Sanita\nver\u00f6ffentlichte am 17. M\u00e4rz einen Bericht zu den positiv getesteten und\nverstorbenen Fallzahlen in Italien (https:\/\/www.epicentro.iss.it\/coronavirus\/bollettino\/Report-COVID-2019_17_marzo-v2.pdf).\nDemnach betrug das mediane Alter der Patienten mit COVID-19 Diagnose 63 Jahre,\ndas der verstorbenen Patienten 80,5 Jahre. Nur 0,8% aller Verstorbenen hatten\nkeine Begleiterkrankung, jeweils knapp ein Viertel hatte eine bzw. zwei\nKomorbidit\u00e4ten, und fast die H\u00e4lfte (48,5%) besa\u00df drei oder mehr\nBegleiterkrankungen. Die Zahlen f\u00fcr Deutschland ergeben ein \u00e4hnliches Bild [5]:\nDas Durchschnittsalter der bisher Verstorbenen 39 Patienten, \u00fcber die medial\nberichtet wurde, lag bei \u00fcber 80 Jahren, der j\u00fcngste Patient war 49 Jahre.\nMindestens 81% wiesen mindestens eine Komorbidit\u00e4t auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammengenommen scheinen diese Daten Wodarg\u2018s\nHypothese, das neue Virus sei nicht gef\u00e4hrlicher als normale Grippeviren,\nbisher also zu best\u00e4tigen und die Behauptungen der Wodarg-kritischen\nJournalisten zu widerlegen. Eine neue Absch\u00e4tzung der Infektions-Sterberate\ndurch eine japanisch-amerikanische Arbeitsgruppe kommt auf einen Wert von 0,04\nProzent [6], was Wodarg\u2019s Argument weiter best\u00e4tigen w\u00fcrde, wobei diese\nBerechnung erst noch von Fachkollegen im sogenannten Peer-Review-Verfahren\ngepr\u00fcft werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Als letzte Anmerkung sei erw\u00e4hnt, dass allein\ndie t\u00e4gliche Auflistung neuer F\u00e4lle keine objektive Beurteilung ob der\nGef\u00e4hrlichkeit des SARS-CoV-2 Virus im Vergleich zu anderen Viren zul\u00e4sst. Es\nfehlen n\u00e4mlich parallele Aufz\u00e4hlungen von anderen Virusinfektionen und damit\nzusammenh\u00e4ngender Todesf\u00e4lle. Letztere werden zum Teil nicht getestet und nicht\nberichtet. Subjektiv entsteht aber der Eindruck, dass die SARS-CoV-2-Pandemie\nt\u00e4glich weiter um sich greift.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Argument mit dem Test<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Journalisten Richter und Hofmann und die\nTagesschau kritisieren Wodarg daf\u00fcr, dass er Skepsis gegen\u00fcber dem in der\nCharit\u00e9 entwickelten SARS-CoV-2 Test zeigt. Wodarg argumentiert auf seiner\nHomepage (https:\/\/www.wodarg.com\/) mit den folgenden drei Punkten:<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022&nbsp; Die benutzten Tests sind nicht amtlich validiert, sondern lediglich von miteinander kooperierenden Instituten bef\u00fcrwortet worden. <\/p>\n\n\n\n<p>\u2022&nbsp; Die Tests werden h\u00e4ufig (Wuhan und Italien) selektiv z.B. bei ohnehin Schwerkranken angewendet und sind dann f\u00fcr die Absch\u00e4tzung einer Seuchengefahr unbrauchbar. <\/p>\n\n\n\n<p>\u2022&nbsp; Ohne die in ihrer Aussagekraft und ihrer verf\u00e4lschenden Anwendung fragw\u00fcrdigen Tests g\u00e4be es keine Indikation f\u00fcr Notfallma\u00dfnahmen. <\/p>\n\n\n\n<p>Zum ersten Punkt: In\nder Originalpublikation der Testentwicklung schreiben die Autoren um den\nVirologen Christian Drosten [7]: \u201cWe report here on the establishment and\nvalidation of a diagnostic workflow for 2019-nCoV screening and specific\nconfirmation, designed in absence of available virus isolates or original\npatient specimens. Design and validation were enabled by the close genetic\nrelatedness to the 2003 SARS-CoV, and aided by the use of synthetic nucleic\nacid technology.\u201d <\/p>\n\n\n\n<p>Der Test wurde also in einem Schnellverfahren\nohne originale SARS-CoV-2 Isolate von Patienten, sondern mit Hilfe der\nsynthetischen Biologie auf Basis des alten SARS-CoV entwickelt. In ihrer Studie\nbehaupten die Autoren, der Test habe bei 297 Proben von anderen Viren kein\neinziges Mal eine positive Reaktion gezeigt [7]. Darunter waren auch 67 Proben\nanderer menschlicher Coronaviren. Demnach h\u00e4tte der Test eine\nFalsch-Positiv-Rate von 0%. Diese Annahme ist allerdings tats\u00e4chlich\nunrealistisch, da es in der klinischen Anwendung diagnostischer Tests immer\neine gewisse Falsch-Positiv-Rate gibt. Dass diese nicht bekannt ist, liegt in\nder Tat an der fehlenden Validierung des Tests, was genau Wodarg\u2018s Argument\nist. Eine chinesische Validierungsstudie zu den in China verwendeten COVID-19\nTests berichtet zum Beispiel von einer mindestens knapp 50-prozentigen\nFalsch-Positiv-Rate [8]. Rein wissenschaftlich gesehen ist also Skepsis\ngegen\u00fcber dem von Drosten und Kollegen entwickelten Test angebracht, solange\nbis es weitere Validierungsstudien gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum zweiten Punkt: Hier spielt Wodarg auf das\nProblem der unbekannten Basisrate der CORVID-19 Erkrankung an. Wie ich bereits\nin einem anderen Artikel erkl\u00e4rt habe [9] <a href=\"https:\/\/perfect-seo.de\/index.html\">puttygen download<\/a> , ist die Basisrate der Anteil einer\nPopulation, welche infiziert ist. Mit anderen Worten ist die Basisrate die\nWahrscheinlichkeit, mit der man eine Infektion bei einem zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlten\nIndividuum erwartet ohne einen Test durchgef\u00fchrt zu haben. Ein positives\nTestergebnis allein sagt nichts \u00fcber die Wahrscheinlichkeit aus, auch\ntats\u00e4chlich infiziert zu sein. Um diese n\u00e4mlich zu berechnen, bedarf es neben\nden Teststatistiken der Sensitivit\u00e4t und Spezifit\u00e4t (=100 Prozent minus\nFasch-Positiv-Rate) auch der Kenntnis der Basisrate, denn nach dem Satz von\nBayes gilt:<\/p>\n\n\n\n<p>P(V|T) = P(T|V)*P(V)\/P(T)<\/p>\n\n\n\n<p>Hierbei bezeichnet P(V|T) die\nWahrscheinlichkeit, mit dem Virus infiziert zu sein (V=Virusinfektion), nachdem\nein positives Testergebnis erhalten wurde (T=positiver Test), P(T|V) die\nWahrscheinlichkeit, ein positives Testergebnis zu erhalten, wenn man\ntats\u00e4chlich mit dem Virus infiziert ist (=Sensitivit\u00e4t), und P(V) bezeichnet\ndie Basisrate. Das grunds\u00e4tzliche Problem ist, dass die Basisrate aufgrund der\nNeuartigkeit von COVID-19 nicht bekannt ist, aber sehr wahrscheinlich bei\nhospitalisierten Patienten h\u00f6her ist als in der gesunden Normalbev\u00f6lkerung.\nEine Berechnung der Basisrate aus obiger Formel von Daten, die an schwerkranken\nPatienten gewonnen wurden, w\u00e4re also nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die\nNormalbev\u00f6lkerung. Abgesehen davon w\u00fcrde die oben bereits erw\u00e4hnte Unsicherheit\nder Sensitivit\u00e4t des Tests eine weitere Unsicherheit f\u00fcr die Berechnung der\nBasisrate darstellen. Allein die positiven Testergebnisse bei Personen mit\nbereits vorhandenen COVID-19 Symptomen sind also tats\u00e4chlich f\u00fcr die\nAbsch\u00e4tzung der Basisrate in der Bev\u00f6lkerung unbrauchbar.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Evidenz und Kausalit\u00e4t<\/h2>\n\n\n\n<p>Der dritte Punkt Wodarg\u2019s spielt auf die\ngenerelle Fragw\u00fcrdigkeit der Aussage eines positiven Testergebnisses an. Denn\nselbst wenn wir davon ausgehen, dass nach positiven Test eine Infektion mit dem\nSARS-CoV-2 Virus vorliegt, ist die entscheidende Frage dann: was ist die\nEvidenz daf\u00fcr, dass der\/die positive Getestete die CORVID-10 Krankheit\nentwickelt und seine\/ihre Sterbewahrscheinlichkeit ansteigt? In der\nWissenschaftsphilosophie l\u00e4sst sich Evidenz als Ma\u00df daf\u00fcr auffassen, wie stark\nDaten eine bestimmte Hypothese gegen\u00fcber einer anderen Hypothese st\u00fctzen [10].\nMit anderen Worten: Evidenz misst das Gewicht einer Hypothese gegen\u00fcber einer\nalternativen Hypothese. Was ist also die Evidenz daf\u00fcr, dass SARS-CoV-2 eine\n\u00fcberh\u00f6hte Sterblichkeit bei Infizierten hervorruft? Dies ist eine kausale\nHypothese der Form \u201eSARS-CoV-2 ist die Ursache daf\u00fcr, dass damit infizierte\nPersonen mit h\u00f6herer Wahrscheinlichkeit sterben als durch andere normal\nvorkommende Viren\u201c. Demgegen\u00fcber stellen wir die rein korrelative Hypothese der\nForm \u201eSARS-CoV-2 Infektionen sind mit einem erh\u00f6hten Sterberisiko assoziiert,\nohne aber die Ursache zu sein\u201c. K\u00f6nnen wir bei Patienten zwischen beiden\nHypothesen anhand des SARS-CoV-2 Tests unterscheiden? Nein, denn im Krankenhaus\ngibt es viele weitere Keime, an denen mit SARS-CoV-2 infizierte Patienten\nversterben k\u00f6nnen. In diesem Fall w\u00e4re die SARS-CoV-2 Infektion lediglich ein\nSt\u00f6rfaktor einer anderen kausalen Beziehung, und sowohl mit der Ursache (z.B.\neinem bestimmten Krankenhauskeim) als auch der Wirkung (\u00fcberhohes Sterberisiko)\nassoziiert. Ein positiver Test kann also nicht unterscheiden, ob man durch oder\nmit SARS-CoV-2 stirbt. Um Evidenz f\u00fcr die kausale Hypothese zu bekommen, m\u00fcsste\nman auf alle anderen m\u00f6glichen Keime testen und diese ausschlie\u00dfen. Das hei\u00dft\nzusammengefasst, allein die positiven Testergebnisse an Patienten, die dann\nversterben, sind keine Evidenz daf\u00fcr, dass SARS-CoV-2 urs\u00e4chlich f\u00fcr deren Tod\nverantwortlich war.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben Wodarg macht auch der ber\u00fchmte\nMethodiker und Public Health Forscher John P.A. Ioannidis, der zu den\nmeistzitierten Wissenschaftlern der Welt geh\u00f6rt [11], auf die fehlende Evidenz\naufmerksam, die die derzeit laufenden drastischen sozialen und wirtschaftlichen\nEinschr\u00e4nkungen rechtfertigen w\u00fcrde [12]: \u201e[W]e are making decisions without\nreliable data&#8230;The current coronavirus disease, Covid-19, has been called a\nonce-in-a-century pandemic. But it\nmay also be a once-in-a-century evidence fiasco.\u201d Immer\nmehr hochkar\u00e4tige Wissenschaftler schlie\u00dfen sich an. So schreibt der Mediziner\nund ehemalige Chef der anerkannten Cochrane-Kollaboration Peter C. G\u00f8tzsche am\n21. M\u00e4rz in seinem Blog [13]: \u201eLogik war eines der ersten Opfer der COVID-19\nKrise\u201c (\u00dcbersetzung des Autors). <\/p>\n\n\n\n<p>Die Logik der derzeitigen Panikverbreitung ist\nleider, dass Menschen wie in Italien in die generell ausgelasteten Krankenh\u00e4user\nstr\u00f6men, was zu \u00fcberf\u00fcllten Krankenh\u00e4usern und damit h\u00f6herer Mortalit\u00e4t f\u00fchrt.\nEine kausale Kette, an deren Anfang Politiker und Massenmedien als\nVerantwortliche stehen. Dass Journalisten gleichzeitig die Seriosit\u00e4t bzw.\n\u201eWissenschaftlichkeit\u201c von kritischen Wissenschaftlern wie Wodarg in Frage\nstellen ist nur der Gipfel eines Berges der Irrationalit\u00e4t der derzeitigen\nCOVID-19 Krise.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Referenzen<\/h2>\n\n\n\n<p>1. Richter F, Hoffmann B. Coronavirus: Warum\ndie Aussagen von Wolfgang Wodarg wenig mit Wissenschaft zu tun haben. CORRECTIV\n&#8211; Recherchen f\u00fcr die Gesellschaft. 2020 [Zugriff 21. M\u00e4rz 2020]. URL:\nhttps:\/\/correctiv.org\/faktencheck\/hintergrund\/2020\/03\/18\/coronavirus-warum-die-aussagen-von-wolfgang-wodarg-wenig-mit-wissenschaft-zu-tun-haben<\/p>\n\n\n\n<p>2. Ta\u00dfler J, Heck J. Alles nur Panikmache? tagesschau.de. 2020 [Zugriff 21. M\u00e4rz 2020]. Available from: https:\/\/www.tagesschau.de\/faktenfinder\/corona-wodarg-101.html?utm_source=pocket-newtabhttps:\/\/www.tagesschau.de\/faktenfinder\/corona-wodarg-101.html?utm_source=pocket-newtab<\/p>\n\n\n\n<p>3. Merlot J. Die gef\u00e4hrlichen\nFalschinformationen des Wolfgang Wodarg. Spiegel. 2020 [Zugriff 21. M\u00e4rz 2020].\nAvailable from:\nhttps:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/coronavirus-die-gefaehrlichen-falschinformationen-des-wolfgang-wodarg-a-f74bc73b-aac5-469e-a4e4-2ebe7aa6c270<\/p>\n\n\n\n<p>4. Grubaugh ND, Petrone ME, Holmes EC. We shouldn\u2019t worry when a virus mutates during disease outbreaks. Nat Microbiol. 2020;[Epub ahead of print]. <\/p>\n\n\n\n<p>5. COVID-19-Pandemie in Deutschland. Wikipedia.\n2020 [Zugriff 21. M\u00e4rz 2020]. URL:\nhttps:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland#Todesf\u00e4lle_in_den_Medien<\/p>\n\n\n\n<p>6. Mizumoto K, Kagaya\nK, Chowell G. Early epidemiological assessment of the transmission potential\nand virulence of 2019 Novel Coronavirus in Wuhan City: China, 2019-2020.\nmedRxiv. 2020;2020.02.12.20022434. URL: https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2020.02.12.20022434v1<\/p>\n\n\n\n<p>7. Corman VM, Landt O,\nKaiser M, Molenkamp R, Meijer A, Chu DK, et al. Detection of 2019 novel\ncoronavirus (2019-nCoV) by real-time RT-PCR. Eurosurveillance.\n2020;25:1\u20138. <\/p>\n\n\n\n<p>8. Zhuang G, Shen M, Zeng L, Mi B, Chen F, Liu\nW, et al. Potential false-positive\nrate among the \u201casymptomatic infected individuals\u201d in close contacts of\nCOVID-19 patients. Zhonghua Liu Xing Bing Xue Za Zhi [Chinese Journal of\nEpidemiology]. 2020;41:485\u20138. <\/p>\n\n\n\n<p>9. Klement RJ. Die Angst-Kampagne. Rubikon;\n2020. URL: https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/die-angst-kampagne<\/p>\n\n\n\n<p>10. Klement RJ,\nBandyopadhyay PS. Emergence and Evidence: A Close Look at Bunge\u2019s Philosophy of\nMedicine. Philosophies. 2019;4:50. <\/p>\n\n\n\n<p>11. Ioannidis JPA,\nBaas J, Klavans R, Boyack KW. A standardized citation metrics author database\nannotated for scientific field. PLoS Biol. 2019;17:e3000384. <\/p>\n\n\n\n<p>12. Ioannidis JPA. A\nfiasco in the making? As the coronavirus pandemic takes hold, we are making\ndecisions without reliable data. 2020 [Zugriff 21. M\u00e4rz\n2020]. URL:\nhttps:\/\/www.statnews.com\/2020\/03\/17\/a-fiasco-in-the-making-as-the-coronavirus-pandemic-takes-hold-we-are-making-decisions-without-reliable-data\/<\/p>\n\n\n\n<p>13. G\u00f8tzsche PC. Corona:\nan epidemic of mass panic. 2020 [Zugriff 21. M\u00e4rz 2020].\nURL: https:\/\/www.deadlymedicines.dk\/category\/blog\/<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Dieser Artikel ist in leicht ver\u00e4nderter Form auch auf Rubikon erschienen) Der aktuelle Ausnahmezustand basiert auf der Pr\u00e4misse, dass der COVID-19 Erreger extrem virulent, das hei\u00dft sehr ansteckend und t\u00f6dlich, ist. 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